Angstverhalten bei Hunden (Teil 1)


Das Thema Angst ist sehr wichtig in der Hundeerziehung. 
Oftmals wird die Angst aber falsch interpretiert, bzw. ihre Bedeutung über- oder unterschätzt.
In diesen und den folgenden Hunde-Gedanken möchte ich deshalb auf dieses Thema eingehen.
Zur Beurteilung, ob ein Hund Angst hat oder nicht, müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist es meines Erachtens auch eine Differenzierung vorzunehmen:
Ist der Hund eher vorsichtig oder eher unsicher?
Die Beantwortung dieser Frage hat Auswirkungen auf das Training mit dem Hund.

Was ist nun Angst?
Angst ist ein Grundgefühl (wie Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit, Überraschung), welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert.
Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen (etwa der körperlichen Unversehrtheit) sein.
Angst ist auch eine Emotion. Emotionen haben vorwiegend mit der Reaktion des Organismus auf externe Reize zu tun. Sie sind der Ausdruck von Bewertungen angetroffener Sachverhalte.
Die Klassifizierung erfolgt im Limbischen System (ein entwicklungsgeschichtlich alter Gehirnteil).
Emotionen werden dargestellt über das Ausdrucksverhalten, welches ein „Multi-Kanal-System“ ist.
Es ist aus folgenden Elementen zusammengesetzt:
         dem visuelle System
         den Lautäußerungen
         dem olfaktorischen System (Geruchsinn)
         dem taktilen System (Berührungsreize)
         dem Geschmacksreiz
Da Menschen und Hunde Emotionen über dieses „Multi-Kanal-System“ darstellen, kann Angst stimmungsübertragend wirken.

Jens Eikelmann
Hundeschule Fränkische Schweiz