Angstverhalten bei Hunden (Teil 2)


Wann entsteht Angst?
Angst entsteht schon während der sensiblen, prägungsähnlichen Phase der Welpenentwicklung.
Ab der 5. Lebenswoche bildet sich im Gehirn ein Muster, mit dem später stets verglichen wird.
Bis zur Vollendung der 8. Lebenswoche führt dieses Muster im Gehirn bereits zu bevorzugten Reaktionen bei der Konfrontation mit Reizen (welche Reaktionen das sein können, darauf möchte ich später ausführlich eingehen).
Bekanntes lässt sorglos sein, Unbekanntes wird mit Unbehagen betrachtet, was sich zu Angst, Furcht und Phobie entwickeln kann (auch auf diese Begriffe komme ich später noch einmal zurück).
In dieser Phase der Welpenentwicklung spielen der Züchter und die Mutterhündin eine wichtige Rolle.
Wozu dient Angst?
Angst ist der wichtigste angeborene Schutzmechanismus und ist ein elementares, überlebensnotwendiges Gefühl aller höheren Lebewesen.
Angst ist ein die Sinne schärfender Schutzmechanismus, quasi eine sehr fein eingestellte Alarmanlage.
Diese Feinjustierung kann aber auch zu Fehlalarmen führen.
Angst ist angeboren und instinktiv.
Ohne Angst wären Hunde (und auch wir Menschen) nicht lebensfähig).

Jens Eikelmann
Hundeschule Fränkische Schweiz