Angstverhalten bei Hunden (Teil 5)


Heute beschäftige ich mich mit der Reaktion des Hundes bei der Konfrontation mit unbekannten Reizen.
Es gibt zwei Modelle für die Reaktionen. Zum einen „The 4 F’s“ und zum anderen „FEÜDA“.
„The 4 F’s“ sind: Fight (Kampf), Flight (Flucht), Freeze (einfrieren), Flirt (herumkaspern).
„FEÜDA“ bedeutet: Flüchten, Erstarren, Übersprungshandlung, Drohen, Angreifen.
Meiner Meinung nach kann auch die Unterwerfung mit zu den Reaktionen gezählt werden.
Die Verhaltensweise, die den größten Erfolg verspricht, wird ausgeführt.
Welche Reaktion in einer Angstsituation gezeigt wird, hängt ganz davon ab, welche angeborenen Komponenten und welche Erfahrungen der Hund bereits hat.
 Ganz wichtig bei Angstreaktionen sind auch die Erbanlagen eines jeden Hundes. Zum Beispiel können Hütehunde eher eine Geräuschphobie entwickeln als andere Rassen und Terrier  reagieren in derselben Situation dagegen eher überaggressiv. Wie gesagt, das sind nur Beispiele.
Der Mangel an Erfahrungen, schlechte Erfahrungen oder die Kombination aus beidem gibt die Reaktion in Konfliktsituationen vor.
Eine wichtige Rolle bei der Angstreaktion spielen auch Erkrankungen.
Sie können der Grund für eine Angstreaktion sein, die der Hund im gesunden Zustand nicht zeigen würde. Solche Erkrankungen können z.B. sein: Erkrankung des Nervensystems, hormonelle Störungen (Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse), Schmerzen jeglicher Art, Seh- und/oder Hörstörungen, Gehirntumor, etc.
Erkrankungen können somit Ängste bestimmen und natürlich auch verstärken.
 
Jens Eikelmann
Hundeschule Fränkische Schweiz