Das Fell des Hundes, Teil 3

Im dritten Teil möchte ich eine kurze Zusammenfassung der ersten beiden Teile geben und eine kurze Aufstellung über die verschiedenen Haar-Typen zusammenstellen.Man unterscheidet die folgende Haar-Typen:

  • Wimpernhaare: Sinushaare, um Schnauze, Lefzen, Kinn, Augenpartie (dienen zur Sinneswahrnehmung)
  • Tylotriche Haare: kleiner als die Sinushaare, über den ganzen Körper des Hundes verstreut (dienen auch zur Sinneswahrnehmung)
  • Leithaare: Deckhaar, meist lang, steif und recht dick, verfügt über Schlauch- und Talgdrüsen und über einen kräftigen Haarbalgmuskel
  • Grannenhaare: Deckhaar, etwas kürzer und nicht so kräftig wie das Leithaar, mit Schlauch- und Talgdrüsen, der Haarbalgmuskel ist nicht so kräftig, besitzen winzige spindelförmige Verdickung an ihrer Spitze
  • Wollhaare (auch Unterwolle genannt): Flaumhaare, sehr zahlreich, sehr fein, meist kürzer und stärker gewellt, nur Talgdrüsen an der Basis
Erregung und Kältereiz sind die wichtigsten Auslöser für die Anspannung der Haarbalgmuskeln.
Die Haarbalgmuskeln sind in allen Körperregionen des Hundes anzutreffen. Am kräftigsten sind sie in der Haut von Halsoberseite, Rücken und Rute anzutreffen (damit kann der Hund seine bekannte „Bürste“ stellen).

Das Fell des Hundes, Teil 2


Die Haardichte kann von Hunderasse zu Hunderasse variieren. Durchschnittlich haben erwachsene Hunde pro Quadratzentimeter Haut eine Haardichte von 1000 bis 9000 Haaren. Welpen haben erheblich weniger dichtes Fell.
Das Haar besteht aus einer Wurzel, einem Schaft und einer Spitze. Der Schaft ist eine Art flexible Säule, mit der das Haar die Haut überragt. Die Länge ist abhängig vom Haartyp und der Position am Körper des Hundes. Bis auf den Haartyp „Wollhaar“ gehören zu jedem Haar Drüsen, Blutgefäße, Nervenfasern und Haarbalgmuskeln. Man kann folgende Haartypen unterscheiden: Wimpernhaare, Tylotriche Haare, Leithaare, Grannenhaare, Wollhaare.
Zur Fellpflege kratzt sich der Hund an unterschiedlichen Stellen, leckt sich ausgiebig, wälzt sich am Boden, reibt oder scheuert sich. Durch das Kratzen, Scheuern und Reiben werden Schmutzpartikel, Ektoparasiten und andere Fremdkörper aus dem Fell entfernt. Der Hundespeichel enthält keimtötende Inhaltsstoffe und das Lecken dient zur Infektionsabwehr.
Durch die „Trockenbäder“ werden die Talgdrüsen der Haut zu vermehrter Sektretionstätigkeit angeregt. Der Talg wird dabei über Haut und Haarkleid verteilt, wirkt wasserabweisend und hält diese geschmeidig und schützt vor äußeren Einflüssen (z.B. Regen, Sonne, etc.). Zudem hat es eine selbstreinigende Funktion (der trockene Schmutz fällt einfach ab). Deshalb sollte man seinen Hund auch nur mit warmen Wasser abspülen und möglichst kein Shampoo verwenden um die ihn schützende Talgschicht nicht zu zerstören.
(wird fortgesetzt)

Das Fell des Hundes, Teil 1

Das Haarkleid des Hundes besteht meistens aus den oben liegenden groben Deckhaaren und unten liegenden feinen Wollhaaren.
Beim Fell das nur aus einem Haartyp aufgebaut ist, spricht man vom einfachen Fell.
Die groben Deckhaare bestimmen Farbe und Aussehen des Hundes und schützen Ihren vor Regen, Feuchtigkeit und Nässe.
Die feinen Wollhaare bilden das Unterfell (oder auch Unterwolle genannt) welches durch den Fellwechsel zum Frühling und Herbst einmal dünner bzw. dicker ist.
Das Fell dient zur Regulierung der Körpertemperatur und es ermöglicht dem Hund sie bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen konstant zu halten. Es ist also eine sehr wirksame Isolierschicht.
Zur Pflege des Hundefells und zum Wohlbefinden des Hundes sollte (neben einer gesunden und artgerechten Ernährung) die Unterwolle bei jedem Fellwechsel ausgekämmt werden.
Der Fellwechsel ist für den Hund auch kräftezehrend und durch das Ausbürsten unterstützen Sie Ihren Sofawolf beim Fellwechsel.

Neben dem Spaßfaktor für beide ist die „gegenseitige“ Fellpflege auch bindungsfördernd.
Man kann sich übrigens auch aus den ausgekämmten Hundehaaren sogar Kleidungsstücke stricken lassen.

Die richtige Pflege an kalten Tagen

In den kalten Tagen sollte auch Ihr Hund gut für den Winter gerüstet sein.
Hunderassen mit kurzem Fell und dünner Haut (wie z.B. Windhundrassen) brauchen bei Minusgraden tatsächlich eine wärmende Jacke. Sie würden sonst nämlich frieren, wenn sie im Auto oder draußen warten müssen oder wenn bei einem Winterspaziergang eine Pause eingelegt wird bzw sie sich nicht ausreichend bewegen.
Hunden mit längerem Fell und guter Unterwolle macht Kälte oft weniger aus. Allerdings sollte man darauf achten, ihnen gerade im Winter nicht zu viel der wärmenden Unterwolle herauszubürsten.
Der Hund soll an einem zugfreien Ort schlafen und der Raum darf in der Nacht nicht so stark abkühlten, dass der Hund friert.
Wenn der Hund auf einem Winterspaziergang einmal nass geworden sein sollte, dann sorgen Sie dafür, dass der Hund sich ausgiebig bewegt (rennen, toben, etc.). Dabei wärmt er sich auf. Kürzen Sie den Spaziergang ab und bringen Ihren Hund nach Hause ins Warme, wo er an einem warmen und zugfreien Ort trocknen kann. Rubbeln Sie ihn mit einem Frotteehandtuch ab. Das macht nicht nur Spaß, sondern es regt die Durchblutung an und fördert außer dem auch noch die Bindung. 
Loben Sie Ihren Hund, während Sie ihn abrubbeln und wenn Sie Lust haben, können Sie das Abrubbeln auch in ein gemeinsames Spiel übergehen lassen. Das macht dann noch mehr Spaß.
Achten Sie darauf, dass der Hund auch auf einer warmen und trockenen Unterlage liegt (und nicht z.B. auf den kalten Fliesen). Bei Bedarf decken Sie ihn mit einer trockenen Decke zu.
Damit die natürliche Fettschicht der Haut erhalten bleibt (diese schützt Ihren Hund auch vor Kälte), sollten Sie im Winter auf das Baden Ihres Hundes verzichten.
Genießen Sie mit Ihrem Hund die Wintertage bei einem ausgiebigen Spaziergang und freuen Sie sich auf gemeinsame gemütliche Stunden.